Drei Modelle, drei Stärken – wie du das richtige Modell für jede Aufgabe wählst.
Claude gibt es in drei Modellen: Haiku, Sonnet und Opus. Jedes Modell hat eigene Stärken – und die richtige Wahl hängt davon ab, was du gerade tun willst. Dieser Guide hilft dir, das passende Modell für jede Aufgabe zu finden.
Für alle, die Claude nutzen und sich fragen, ob sie das richtige Modell verwenden. Ob Chat, Desktop oder Code – die Modellwahl beeinflusst Geschwindigkeit, Qualität und Kosten jeder Aufgabe.
| Eigenschaft | Haiku 5.5 | Sonnet 5.5 | Opus 5.5 |
|---|---|---|---|
| Geschwindigkeit | Am schnellsten | Schnell | Am langsamsten |
| Qualität | Gut für einfache und hochvolumige Aufgaben | Stark in fast allem | Am tiefsten und genauesten |
| Context Window | 1M Tokens | 1M Tokens | 1M Tokens |
| Preis / Limits | Günstigste (ab $0,10/$0,50) | Mittel ($2/$10) | Höchster ($4/$20) |
| Denkprozess | Adaptive Thinking (mit Effort) | Adaptive Thinking | Adaptive Thinking (immer aktiv) |
| Verfügbarkeit | API / Claude Code (Subagents) | Chat / Code / API | Pro / Max (Default in Claude Code) |
Innerhalb von sechs Wochen hat Anthropic die komplette Modellreihe erneuert: Fable 5.1 (1. September) als Frontier-Modell, Opus 5.5 (22. September, $4/$20 – günstiger als Opus 5), Sonnet 5.5 (28. September, $2/$10 – über 30 % schneller und bis zu 30 % günstiger pro Aufgabe als Sonnet 5) und Haiku 5.5 (7. Oktober, ab $0,10/$0,50 – 90 % günstiger als Haiku 4.5, erstmals mit 1M Context und Effort-Stufe).
Für die Faustregel heißt das: Sonnet 5.5 bleibt der Startpunkt für den Alltag – in Wissensarbeit liegt es nur noch knapp hinter Opus 5.5. Opus 5.5 ist für komplexe, offene Aufgaben so günstig wie nie. Und Haiku 5.5 ist nicht mehr nur das Klassifikationsmodell: Mit 1M Context und Effort taugt es als Subagent und Pipeline-Arbeitstier. Fable 5.1 bleibt die Ausnahme für die längsten und schwersten agentischen Läufe. Details in den Updates Sonnet 5.5, Haiku 5.5, Opus 5.5 und Fable 5.1.
Haiku 4.5 bleibt vorerst verfügbar (garantiert bis mindestens 15. Oktober 2026); Sonnet 4.5 wird am 30. November 2026 abgeschaltet.
Haiku ist das kleinste und schnellste Modell. Es liefert Antworten in Sekundenbruchteilen und verbraucht am wenigsten von deinem Nachrichtenlimit. Seit dem 7. Oktober ist Haiku 5.5 aktuell: 1M Context Window, eine Effort-Stufe zum Abwägen von Kosten und Qualität, und ein Preis ab $0,10/$0,50 pro Mio. Tokens – 90 % unter Haiku 4.5. Es ist das Modell für Volumen und für Subagents, die einem größeren Modell zuarbeiten.
Ideal für:
Nicht ideal für: Kreative Texte, komplexe Analysen oder mehrstufiges Reasoning.
Sonnet ist die beste Wahl für die meisten Aufgaben. Es kombiniert hohe Qualität mit guter Geschwindigkeit und liefert bei Texten, Code, Analysen und kreativen Aufgaben durchweg starke Ergebnisse. Seit dem 28. September ist Sonnet 5.5 aktuell – über 30 % schneller als Sonnet 5 und mit weniger Tokens pro Aufgabe bis zu 30 % günstiger, beim gleichen Listenpreis. Es plant mehrstufige Aufgaben, nutzt Tools eigenständig, bündelt Aufrufe und verzichtet öfter auf überflüssige Websuchen. In Wissensarbeit liegt es fast gleichauf mit Opus 5.5; Anthropic empfiehlt es für gut abgegrenzte Alltagsaufgaben, Bugfixes und saubere Dokumente, Slides und Tabellen.
Ideal für:
Faustregel: Wenn du nicht weißt, welches Modell du nehmen sollst, nimm Sonnet.
Opus ist die stärkste Modellklasse für den Alltag – aktuell Opus 5.5 (Release 22. September 2026). Es glänzt bei Aufgaben, die mehrstufiges Nachdenken, feine Nuancen oder tiefe Expertise erfordern. Dafür ist es langsamer und verbraucht mehr von deinem Limit.
Opus 5.5 hat die Abwägung noch einmal verschoben: Es arbeitet bei den meisten Aufgaben auf dem Niveau von Fable 5.1, kostet aber nur ein Fünftel davon – und mit $4/$20 pro Mio. Tokens sogar weniger als der Vorgänger Opus 5 ($5/$25). Die Ausgabe ist rund 30 % schneller, das Context Window bleibt bei 1M Tokens. In Claude Code ist es das Standardmodell auf allen Bezahlplänen, in Claude Chat das stärkste Modell auf Pro und Max. Anthropic beschreibt es ausdrücklich als Modell für den täglichen Gebrauch, nicht als Spezialwerkzeug.
Zwei Dinge sind neu: Der Denkprozess (Adaptive Thinking) lässt sich bei Opus 5.5 nicht mehr abschalten – du steuerst nur noch die Tiefe über die Effort-Stufe, die standardmäßig auf medium steht. Und im automatisierten Verhaltensaudit erreicht Opus 5.5 die besten Werte aller bisherigen Modelle; Versuche, gesetzte Grenzen zu umgehen, treten 85 % seltener auf als bei den Vorgängern.
Ideal für:
Alle aktuellen Modelle unterstützen einen internen Denkprozess vor der Antwort – seit der 5.5-Generation durchgehend als Adaptive Thinking: Das Modell entscheidet selbst, wann und wie tief es nachdenkt, und du steuerst den Rahmen über die Effort-Stufe. Bei Opus 5.5 und Fable 5.1 ist der Denkprozess immer aktiv; bei Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 standardmäßig an. Nur das ältere Haiku 4.5 nutzt noch das klassische Extended Thinking mit festem Budget. Das Ergebnis: deutlich bessere Qualität bei komplexen Aufgaben.
Extended Thinking ist besonders nützlich bei Mathe, Logik, Code-Analyse und Aufgaben, die mehrere Schritte erfordern. Alle drei Modelle beherrschen einen solchen Denkprozess – seit Haiku 5.5 auch das kleinste mit einstellbarer Effort-Stufe.
Du erkennst Extended Thinking daran, dass Claude vor der eigentlichen Antwort einen aufklappbaren Denkblock zeigt. Dieser Block enthält die Überlegungen, die Claude angestellt hat, bevor es geantwortet hat.
Extended Thinking gibt Claude einen internen Denkraum vor der Antwort. Das Modell durchläuft Zwischenschritte, prüft Annahmen und korrigiert sich selbst – bevor du die Antwort siehst. Besonders wirkungsvoll bei Mathe, Logik und Code-Analyse. Du erkennst es am aufklappbaren Denkblock über der Antwort.
Frage dich: Ist die Aufgabe einfach und routiniert (→ Haiku), braucht sie solide Qualität (→ Sonnet), oder ist sie komplex und verlangt tiefes Nachdenken (→ Opus)?
Im Zweifel startest du immer mit Sonnet. Wenn das Ergebnis gut ist, bleibst du dabei. Wenn nicht, wechselst du zu Opus.
Wenn du viele gleichartige Aufgaben hast (z.B. 20 E-Mails kategorisieren), spart Haiku Limit und liefert trotzdem gute Ergebnisse.
Wenn Sonnet bei einer Aufgabe zu oberflächlich bleibt, wechsle zu Opus. Du erkennst es daran, dass die Antwort wichtige Aspekte übersieht oder zu allgemein bleibt.
Einen detaillierten Vergleich findest du unter Haiku vs. Sonnet vs. Opus.
Du willst 200 Support-E-Mails automatisch in die Kategorien 'Beschwerde', 'Anfrage' und 'Feedback' sortieren. Welches Modell ist die beste Wahl?
Opus ist bei einfachen Aufgaben nicht besser als Sonnet – nur langsamer und teurer. Die Kunst ist, das richtige Modell für die richtige Aufgabe zu wählen.
Stelle die gleiche Frage an alle drei Modelle und vergleiche die Ergebnisse:
Frage: “Erkläre die Vor- und Nachteile von Remote Work für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern. Berücksichtige Produktivität, Kultur und Kosten.”
Notiere dir die Unterschiede. Das hilft dir, ein Gefühl für die Stärken jedes Modells zu entwickeln.
Du weißt jetzt, welches Modell wofür geeignet ist. Als Nächstes lernst du, wie du Custom Instructions schreibst – damit Claude in jedem Gespräch automatisch deinen Regeln folgt.
Wissen testen, Entscheidungen trainieren oder den nächsten Guide starten.