Drei Modelle, drei Stärken – wie du das richtige Modell für jede Aufgabe wählst.
Claude gibt es in drei Modellen: Haiku, Sonnet und Opus. Jedes Modell hat eigene Stärken – und die richtige Wahl hängt davon ab, was du gerade tun willst. Dieser Guide hilft dir, das passende Modell für jede Aufgabe zu finden.
Für alle, die Claude nutzen und sich fragen, ob sie das richtige Modell verwenden. Ob Chat, Desktop oder Code – die Modellwahl beeinflusst Geschwindigkeit, Qualität und Kosten jeder Aufgabe.
| Eigenschaft | Haiku 4.5 | Sonnet 5 | Opus 5 |
|---|---|---|---|
| Geschwindigkeit | Am schnellsten | Schnell | Am langsamsten |
| Qualität | Gut für einfache Aufgaben | Stark in fast allem | Am tiefsten und genauesten |
| Context Window | 200K Tokens | 1M Tokens | 1M Tokens |
| Preis / Limits | Günstigste ($1/$5) | Mittel ($2/$10) | Höchster ($5/$25) |
| Denkprozess | Extended Thinking | Adaptive Thinking | Adaptive Thinking |
| Verfügbarkeit | API / Pro / Max | Free / Pro / Max (Default) | Pro / Max (Default auf Max) |
Seit Ende Juni ist einiges passiert: Sonnet 5 (30.06.) ist das neue Standardmodell in Free und Pro – deutlich agentischer als Sonnet 4.6, mit Adaptive Thinking. Claude Fable 5, das Frontier-Modell oberhalb von Opus ($10/$50 pro Mio. Tokens), ist nach der Export-Control-Pause seit 1. Juli wieder verfügbar – erstmals auch direkt in Claude Chat und Claude Code. Und Opus 5 (24.07.) hat Opus 4.8 als Flaggschiff abgelöst: nahe an Fable 5, zum halben Preis.
An der Faustregel ändert das nichts: Starte mit Sonnet, wechsle bei Bedarf zu Opus – Fable 5 ist die Ausnahme für absolute Spitzenaufgaben. Neu ist, dass der Wechsel zu Opus weniger kostet als früher gedacht: Opus 5 ist genauso teuer wie sein Vorgänger, aber deutlich besser.
Zum Sonnet-Preis: Die $2/$10 waren als Einführungspreis bis 31.08.2026 angekündigt. Anthropic hat sie inzwischen zum Standardpreis erklärt – die geplante Erhöhung auf $3/$15 zum 1. September entfällt. Details im Changelog.
Haiku ist das kleinste und schnellste Modell. Es liefert Antworten in Sekundenbruchteilen und verbraucht am wenigsten von deinem Nachrichtenlimit.
Ideal für:
Nicht ideal für: Kreative Texte, komplexe Analysen oder mehrstufiges Reasoning.
Sonnet ist die beste Wahl für die meisten Aufgaben. Es kombiniert hohe Qualität mit guter Geschwindigkeit und liefert bei Texten, Code, Analysen und kreativen Aufgaben durchweg starke Ergebnisse. Seit dem 30. Juni ist Sonnet 5 aktuell – das Standardmodell in Free und Pro, spürbar agentischer als sein Vorgänger: Es plant mehrstufige Aufgaben, nutzt Tools eigenständig und bringt Aufgaben zu Ende, wo frühere Versionen stehen blieben.
Ideal für:
Faustregel: Wenn du nicht weißt, welches Modell du nehmen sollst, nimm Sonnet.
Opus ist die stärkste Modellklasse für den Alltag – aktuell Opus 5 (Release 24. Juli 2026). Es glänzt bei Aufgaben, die mehrstufiges Nachdenken, feine Nuancen oder tiefe Expertise erfordern. Dafür ist es langsamer und verbraucht mehr von deinem Limit.
Opus 5 hat die Abwägung deutlich verschoben: Es kommt der Frontier-Intelligenz von Fable 5 nahe, kostet aber die Hälfte – und exakt so viel wie der Vorgänger Opus 4.8 ($5/$25 pro Mio. Tokens, 1M Context). Auf Claude Max ist es das neue Standardmodell, auf Claude Pro das stärkste verfügbare. Anthropic beschreibt es ausdrücklich als Modell für den täglichen Gebrauch, nicht als Spezialwerkzeug.
Auffällig ist weniger die Rohleistung als die Arbeitsweise: Opus 5 prüft seine eigenen Ergebnisse und bessert nach, statt eine plausible Antwort abzuliefern. Im automatisierten Verhaltensaudit ist es zudem Anthropics bislang am besten ausgerichtetes Modell – mit den niedrigsten Raten täuschenden Verhaltens.
Ideal für:
Alle aktuellen Modelle unterstützen einen internen Denkprozess vor der Antwort – Haiku 4.5 als klassisches Extended Thinking, Sonnet 5 und Opus 5 als Adaptive Thinking (das Modell entscheidet selbst, wann und wie tief es nachdenkt). Das Ergebnis: deutlich bessere Qualität bei komplexen Aufgaben.
Extended Thinking ist besonders nützlich bei Mathe, Logik, Code-Analyse und Aufgaben, die mehrere Schritte erfordern. Seit Haiku 4.5 beherrschen alle drei Modelle einen solchen Denkprozess.
Du erkennst Extended Thinking daran, dass Claude vor der eigentlichen Antwort einen aufklappbaren Denkblock zeigt. Dieser Block enthält die Überlegungen, die Claude angestellt hat, bevor es geantwortet hat.
Extended Thinking gibt Claude einen internen Denkraum vor der Antwort. Das Modell durchläuft Zwischenschritte, prüft Annahmen und korrigiert sich selbst – bevor du die Antwort siehst. Besonders wirkungsvoll bei Mathe, Logik und Code-Analyse. Du erkennst es am aufklappbaren Denkblock über der Antwort.
Frage dich: Ist die Aufgabe einfach und routiniert (→ Haiku), braucht sie solide Qualität (→ Sonnet), oder ist sie komplex und verlangt tiefes Nachdenken (→ Opus)?
Im Zweifel startest du immer mit Sonnet. Wenn das Ergebnis gut ist, bleibst du dabei. Wenn nicht, wechselst du zu Opus.
Wenn du viele gleichartige Aufgaben hast (z.B. 20 E-Mails kategorisieren), spart Haiku Limit und liefert trotzdem gute Ergebnisse.
Wenn Sonnet bei einer Aufgabe zu oberflächlich bleibt, wechsle zu Opus. Du erkennst es daran, dass die Antwort wichtige Aspekte übersieht oder zu allgemein bleibt.
Einen detaillierten Vergleich findest du unter Haiku vs. Sonnet vs. Opus.
Du willst 200 Support-E-Mails automatisch in die Kategorien 'Beschwerde', 'Anfrage' und 'Feedback' sortieren. Welches Modell ist die beste Wahl?
Opus ist bei einfachen Aufgaben nicht besser als Sonnet – nur langsamer und teurer. Die Kunst ist, das richtige Modell für die richtige Aufgabe zu wählen.
Stelle die gleiche Frage an alle drei Modelle und vergleiche die Ergebnisse:
Frage: “Erkläre die Vor- und Nachteile von Remote Work für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern. Berücksichtige Produktivität, Kultur und Kosten.”
Notiere dir die Unterschiede. Das hilft dir, ein Gefühl für die Stärken jedes Modells zu entwickeln.
Du weißt jetzt, welches Modell wofür geeignet ist. Als Nächstes lernst du, wie du Custom Instructions schreibst – damit Claude in jedem Gespräch automatisch deinen Regeln folgt.
Wissen testen, Entscheidungen trainieren oder den nächsten Guide starten.