Mit Claude Science stellt Anthropic ein neues Produkt vor, das für die Forschung leisten soll, was Claude Code für die Softwareentwicklung leistet: Aus einer knappen, hochgestellten Anweisung wird eigenständige, mehrstufige Arbeit.
- Eine Workbench statt Werkzeugkasten: Datenbanken, Coding-Tools, Rechenleistung und Forschungs-Workflows in einem Arbeitsbereich. Vorkonfiguriert sind über 60 wissenschaftliche Datenbanken und Konnektoren – Genomik, Single-Cell, Proteomik, Strukturbiologie, Cheminformatik.
- Agentisch von Anfang bis Ende: Claude Science schreibt nicht nur Analyse-Code, sondern führt ihn auch auf Compute-Clustern aus und verfolgt Aufgaben über viele Schritte selbständig.
- Reproduzierbarkeit als Prinzip: Jede Abbildung und jedes Ergebnis lässt sich zur Quelle zurückverfolgen und auf Validität prüfen – ein bewusster Kontrapunkt zum Blackbox-Vorwurf.
- Kein neues Modell, keine Hürde: Läuft auf Opus 4.8 und ist für alle Bezahlpläne verfügbar – keine Sonderfreischaltung, kein Enterprise-Gate.
Einordnung: Anthropic positioniert sich damit erstmals mit einem eigenen Vertical-Produkt außerhalb der Softwareentwicklung – mit klarem Fokus auf Computational Biology und Arzneimittelforschung. Für die Academy-Zielgruppen ist das vor allem für Forschende, Lehrende und wissenschaftsnahe Rollen relevant.
Was das für dich bedeutet: Wenn du in Forschung oder Lehre arbeitest, lohnt ein Blick – der Zugang steckt in jedem Bezahlplan. Die Grundprinzipien (Ergebnisse verifizieren, Quellen zurückverfolgen) sind dieselben, die auch im Guide Grenzen verstehen & verifizieren gelten.