Modell1. September 2026

Claude Fable 5.1 & Mythos 5.1 – Frontier-Update mit günstigerem Cache

Fable 5.1 löst Fable 5 zum gleichen Preis ab: deutlich stärker bei agentischem Coding und wissenschaftlicher Arbeit, Cache-Reads 75 % günstiger. Mythos 5.1 bleibt geprüften Fachleuten vorbehalten. Für Entwickler bringt es drei Breaking Changes in der API.

Stable Aktualisiert: 1. September 2026

Anthropic hat am 1. September Claude Fable 5.1 und Claude Mythos 5.1 veröffentlicht – die Nachfolger der im Juni gestarteten Frontier-Generation. Fable 5.1 ist überall dort verfügbar, wo Fable 5 lief: Claude Chat, Claude Code, Cowork, API sowie AWS, Google Cloud und Microsoft Azure.

Was besser wird

BenchmarkFable 5Fable 5.1
Terminal-Bench 4.0 (agentisches Coding)42,0 %55,8 %
Terminal-Bench-Science 0.1 (Forschung)24,7 %52,6 %
CursorBench 3.2.070,5 %73,4 %

Der größte Sprung liegt in der wissenschaftlichen Arbeit, wo sich der Wert mehr als verdoppelt. Anthropic hebt außerdem hervor, dass Fable 5.1 auf niedrigeren Effort-Stufen Ergebnisse erreicht, die Fable 5 nur mit hohem Aufwand schaffte – in Claude Code läuft es standardmäßig auf high, in Cowork auf medium.

Preise

Input und Output bleiben bei $10 / $50 pro Mio. Tokens. Neu ist der Cache: Cache-Reads kosten $0,25 statt $1 – 75 % weniger. Für typische Workloads rechnet Anthropic mit rund 25 % Ersparnis gegenüber Fable 5, bei agentischen Aufgaben mit langen, wiederkehrenden Kontexten mit bis zu 45 %.

Safeguards

  • Die Biologie-Filter greifen bei harmlosen Anfragen 85 % seltener.
  • Die Cyber-Filter greifen rund 60 % seltener je Sitzung. Erlaubt ist jetzt das Identifizieren von Software-Schwachstellen für defensive Arbeit.
  • Über Enterprise Frontier Safeguards können Unternehmen die Datenhaltung der Schutzmechanismen selbst kontrollieren.

Mythos 5.1

Das Schwestermodell hat dieselben Fähigkeiten und Preise, ist aber weiterhin nicht frei zugänglich. Zugang gibt es über zwei Prüfprogramme: das Cyber Verification Program für defensive Sicherheitsarbeit und das neue Life Sciences Verification Program, das derzeit nur US-Organisationen offensteht.

Was sich für Entwickler ändert

Drei Änderungen brechen Code, der heute auf Fable 5 läuft:

  1. Erzwungener Tool-Aufruf wird abgelehnt. tool_choice: {type: "any"} und {type: "tool", name: ...} liefern einen 400-Fehler – auch beim Token-Zählen und in der Batch API. Ersatz: auto plus Anweisung im Prompt, strict: true auf dem Tool oder Structured Outputs.
  2. Thinking-Blöcke sind an das Modell gebunden. Frühere Modelle können die Denkblöcke von Fable 5.1 nicht lesen; bei einem Modellwechsel werden sie stillschweigend verworfen (unberechnet).
  3. Frühere Gesprächszüge dürfen nicht mehr bearbeitet werden, solange Thinking-Blöcke im Verlauf stehen. Für Konten, die seit dem 31. August 2026 angelegt wurden, ist diese Prüfung standardmäßig aktiv – ältere Konten können sie einschalten.

Neu dazu kommen per-Message-Effort, turn-gebundene System-Nachrichten und lesbare Fortschrittsmeldungen zwischen Tool-Aufrufen (alle als Beta) sowie Content Provenance für generierte Inhalte.

Einordnung

Fable 5.1 verschiebt die Spitze weiter nach oben, ohne den Preis anzutasten. Für den Alltag empfiehlt Anthropic aber weiterhin die Opus-Reihe als Startpunkt – seit dem 22. September ist das Opus 5.5, das bei den meisten Aufgaben auf Fable-5.1-Niveau arbeitet. Fable 5.1 bleibt die Wahl, wenn die Evals auf Opus 5.5 selbst bei hohem Effort nicht ausreichen.

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