Feature1. Oktober 2026

Claude Code: Mods, Auto-Mode als Standard und die 5.5-Modelle

Mit Mods lässt sich Claude Code seit dem 1. Oktober in TypeScript umbauen – Verhalten, Oberfläche, eigene Panes. Daneben: Auto-Mode ist jetzt Standard, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 sind drin, 1M Context auch auf Bedrock/Vertex/Foundry, und ein Prompt-Audit prüft CLAUDE.md auf veraltete Muster.

Stable Aktualisiert: 1. Oktober 2026

Die Claude-Code-Releases 2.1.282 bis 2.1.296 (24. September bis 9. Oktober) bringen eine neue Erweiterungsebene und mehrere Standardänderungen, die jeden Nutzer betreffen.

Mods: Claude Code in TypeScript umbauen

Mods sind kleine TypeScript-Funktionen, die ändern, wie Claude Code sich verhält und aussieht. Der Mechanismus: Claude Code sendet bei jeder Aktion ein Ereignis – Tool-Aufruf, Berechtigungsanfrage, Zeichnen eines Bildschirmteils –, und ein Mod hängt sich davor, dahinter, anstelle oder drumherum.

Was damit geht:

  • Verhalten: Prompts umschreiben, bevor sie das Modell erreichen; Tool-Aufrufe blockieren, umschreiben oder wiederholen; Berechtigungen automatisch erteilen oder verweigern; Geheimnisse aus Tool-Ausgaben entfernen.
  • Oberfläche: Bildschirmteile ersetzen (Tool-Ergebnisse, Rückfragen), Buttons und Eingaben ergänzen – im Terminal, in der Desktop-App oder beiden.
  • Eigene Panes: Anthropic zeigt als Beispiel ein CI/CD-Statusfenster neben der Konversation, das sich mit jedem Build aktualisiert.
  • Eingebaute Features werden zu Mods: /diff ist jetzt ein Mod, den du unter /plugin abschalten oder ersetzen kannst.

Mods werden in Plugins ausgeliefert, mehrere Mods auf demselben Ereignis laufen in Ladereihenfolge – ein Audit-Mod, der zuerst lädt, protokolliert alles, was andere tun. Claude kann einen Mod auch selbst schreiben und in der laufenden Session hot-reloaden. Der Unterschied zu Hooks: Hooks können Ereignisse nicht umschreiben, keine Oberfläche zeichnen und keine Features ersetzen. Wichtig: Mods laufen ohne Sandbox mit vollem Maschinenzugriff – nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren. Auf Team und Enterprise lädt der eingebaute sec-default-Mod zuerst und blockiert riskante Aktionen wie das Überschreiben von Deny-Regeln.

Auto-Mode ist jetzt Standard

Seit 2.1.284 starten interaktive Sessions und VS Code im Auto-Mode, wenn kein Berechtigungsmodus konfiguriert ist – Claude Code entscheidet dann selbst über Routinefreigaben und fragt nur bei Risiko nach. permissions.defaultMode in den Settings überschreibt das weiterhin. Auf direkter API-Verbindung nutzt Auto-Mode standardmäßig den serverseitigen Klassifikator; der gefährliche rm-Prompt wird nach zwei Minuten ohne Antwort abgelehnt.

Modelle und Context

  • Sonnet 5.5 (2.1.284) und Haiku 5.5 (2.1.293) sind integriert; Opus 5.5 ist seit 2.1.280 Standard-Opus. Auf Pro und Team Standard ist das Standardmodell von Sonnet auf Opus gewechselt.
  • 1M Context ist jetzt auch auf Bedrock, Vertex, Foundry und dem Claude-Apps-Gateway Standard für Opus 4.7+ und Fable (CLAUDE_CODE_DISABLE_1M_CONTEXT=1 behält 200K).
  • Der Agent-Tool bekommt einen effort-Parameter – Subagents lassen sich gezielt sparsamer fahren.
  • /autocompact merkt sich sein Fenster pro Modell.

Kleinere Neuerungen, die den Alltag betreffen

  • /doctor prompt-audit prüft CLAUDE.md, Skills, Agents und Commands auf Prompting-Muster, die für ältere Modelle geschrieben wurden – passend zur 5.5-Generation.
  • claude --desktop öffnet die Desktop-App im aktuellen Verzeichnis oder zu einer Session.
  • claude plugin configure <plugin> und --marketplace <source> bei claude plugin install.
  • WebSearch-Budget füllt sich mit 100 Aufrufen pro Stunde nach, statt nach 200 Aufrufen zu enden.
  • Ein mit Ctrl+C gelöschter Prompt lässt sich mit Pfeil hoch zurückholen; /code-review kennt --max-findings.
  • Das Verhalten bei AGENTS.md ist präzisiert: Claude Code liest eine vorhandene AGENTS.md anstelle einer CLAUDE.md, nicht zusätzlich.
  • Managed Settings: availableModelsMatch: "exact" blockiert neue Modell-Releases, bis sie gelistet sind; deniedModels sperrt einzelne Modelle; allowedProviders begrenzt die API-Anbieter.
  • Hooks werden strenger (2.1.295): Mit onFailure: "block" blockiert ein Command- oder HTTP-Hook die Aktion auch dann, wenn er nicht startet, in den Timeout läuft oder mit unerwartetem Exit-Code endet – bisher ließ ein kaputter Hook die Aktion durch. Wichtig für Security-Gates auf PreToolUse.
  • Subagents und Workflows (2.1.296): autoCompactWindow im Agent-Frontmatter lässt einen Subagent früher kompaktieren als die Hauptsession; CLAUDE_CODE_WORKFLOW_SUBAGENT_MODEL zwingt alle Workflow-Agents auf ein Modell. Dazu ein längeres Retry-Fenster bei 529-Überlastung (CLAUDE_CODE_OVERLOADED_RETRY_MAX_DELAY_MS) und MCP-Tool-Beschreibungen bis 4.096 statt 2.048 Zeichen.

Was das für dich bedeutet

Wer Claude Code bisher über Hooks und Plugins angepasst hat, bekommt mit Mods die nächste Stufe – mit entsprechend mehr Verantwortung bei der Quelle. Der wichtigste Alltagsunterschied ist der Auto-Mode: Wer die alte Nachfrage-Logik will, setzt permissions.defaultMode explizit. Und /doctor prompt-audit ist der schnellste Weg, eine über Monate gewachsene CLAUDE.md an die neuen Modelle anzupassen.

Claude CodeModsPluginsHooksAuto-ModeSonnet 5.5Haiku 5.5CLAUDE.md

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